Der Penner Theo lebt in München unter der Wittelsbacher- brücke. Er hat mit dem Tod seiner 10-jährigen Tochter bei einem Autounfall vor sieben Jahren einen traumatischen Schicksalsschlag erlitten. Lediglich der Alkohol hilft ihm, sein Leben noch irgendwie zu ertragen. Und wenn er so weiter säuft, ist es zum Glück sowieso bald zu Ende. In all den Jahren hat Theo es nie geschafft, dieses Trauma zu verarbeiten oder sich zumindest damit auseinanderzusetzen.

Hier beginnt die Geschichte: Theos Leben ändert sich unerwartet, als eines Tages die kleine Alina bei ihm Zuflucht sucht. Alina ist 10 Jahre alt, stammt aus Bulgarien und spricht kein Deutsch. Sie ist weggelaufen, weil sie wie sich im Laufe der Geschichte herausstellt sexuell missbraucht und von einem Kinderpornohändler gefangen gehalten wurde.

Obwohl sich Theo weder um sich selbst und schon gar nicht um ein Kind kümmern will, ist es gerade das drastische Schicksal dieses Mädchens, das ihn aus seiner Lethargie reißt. Theo erliegt der Versuchung, noch einmal Vater zu sein. Während er beginnt, sich rührend und liebevoll um Alina zu kümmern, vollzieht sich bei ihm eine Wandlung. Er muss seine zurückgezogene und passive Haltung aufgeben und sich den Problemen stellen.